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Rudolf Budja Galerie
Press Release
"If you want reality, take the bus" - David LaChapelle bei artmosphere. Erste Verkaufsausstellung des amerikanischen Shooting Stars der Fotokunst in Österreich. Vernissage 08./09./10. Oktober 2002, 19.00 Uhr
2002-10-01
Artmosphere - pop>contemporary
setzt ihr anspruchsvolles Galeriekonzept mit der Präsentation eines weiteren Sterns der internationalen Kunstszene fort:

Ab 08. Oktober 2002 präsentiert die ambitionierte Galerie
an ihren exklusiven drei Standorten die erste Verkaufsausstellung der Arbeit von David LaChapelle in Österreich. Alle Fotografien aus der eben im Kunsthaus Wien zu Ende gegangenen Präsentation werden bis 05. November 2002 in den Artmosphere-Galerien in Wien, Salzburg und Graz nochmals zu sehen und - erstmals in Österreich - auch zu kaufen sein. Zeitversetzte Vernissagen - Wien 08.10., Salzburg 09.10., Graz 10.10., jeweils ab 19.00 Uhr eröffnen die Shows.
Der Künstler wird für die Eröffnungs-Events aus den USA anreisen und an allen drei Abenden anwesend sein.

David LaChapelle wird auf dem Fotokunstmarkt als Shooting Star gehandelt. In wenigen Jahren ist es ihm gelungen, von den Titelseiten der internationalen Hochglanzmagazine in die renommiertesten Museen und Galerien zu kommen. Preislich rangieren die 170 nun gezeigten Arbeiten - noch - in einem auch für junge, beginnende Kunstsammler attraktiven Segment (Euro 3500 für die kleineren bis Euro 15000 für die größeren Formate).

LaChapelle, vom New York Times Magazine unlängst "Fellini der Fotografie" genannt, ist ein Meister der Inszenierung. Die glamouröse Welt der Werbung, des Pop Music Business und der Mode mit ihren Stars und Sternchen haben es ihm zuallererst angetan. Aber auch Menschen "wie du und ich" sind seine Motive. Sie verwandelt und inszeniert er in unterhaltsamen Bildern, pop-artig, barock, ironisch, surreal, erotisch, zum Teil auch pornografisch, jedenfalls überzeichnet und fast immer provokant.

Einen Ausflug aus der (tristen) Alltagswelt, eine Befreiung von der Realität nennt der Künstler die Idee seiner Bilder. LaChapelle will, dies ist ihm wichtig, p o s i t i v provozieren und für uns, die Betrachter, Schönheit schaffen,… während er selbst seine Fantasien auslebt.

David LaChapelle gilt heute als einer der international gefragtesten und anerkanntesten Fotografen und Fotokünstler. Weltstars wie Madonna, Elton John, Leonardo DiCaprio, Pamela Anderson, Naomi Campbell, Lil’Kim, Cameron Diaz, Cher, Drew Barrymore, Marilyn Manson, David Beckham, Whitney Houston, Britney Spears, Red Hot Chilli Peppers und Moby ließen sich von ihm fotografieren - und LaChapelle macht, seinen eigenen Worten nach,
die richtigen Bilder nicht v o n seinen Celebrities, seinen Motiven - er macht die Bilder ü b e r sie.

LaChapelles Aufnahmen glänzten von CD-Covers (u. a. Whitney Houston, Madonna, Elton John) und von Titelseiten aller großen internationalen Magazine - wie Vogue, Vanity Fair, The Face, i-D, Stern oder Rollling Stone. Andy Warhol, Superstar der Moderne, erkannte früh sein Talent und gab ihm für sein Kultmagazin "Interview" den ersten Job. Vielbeachtete Kampagnen - für Levi's, Camel, Armani Jeans, Pepsi, MTV und vor allem Diesel, deren "Got Milk?"-Sujets in die Geschichte der Werbung eingingen - tragen seine Handschrift. Aufsehen erregten auch LaChapelle's Arbeiten als Videoregisseur: Seine unheimliche Inszenierung für Moby’s „Natural Blues“, in dem Moby als alter Mann und Christina Ricci als Engel auftreten, wurde 2000 bei den MTV Europe Music Awards als bestes Video ausgezeichnet.

David LaChapelle ist 34 und hat sein Studio in New York.

Zur Ausstellung erscheint ein 72-seitiger Katalog in Buchform.

Dates & Facts:
"If you want reality, take the bus" - David LaChapelle Verkaufsausstellung bei artmosphere in Wien, Salzburg, Graz.
08. / 09. / 10. bis 05. November 2002
Dienstag bis Freitag 10.00-18.00 Uhr, Samstag 10.00-13.00 Uhr

artmosphere Wien:
Galerie im Palais Kinsky
A-1010 Wien, Freyung 4
Tel: +43 (0)1 5339858
Vernissage: 08.10.2002, 19.00 Uhr

artmosphere Salzburg:
Galerie im Palais Kuenburg
A-5020 Salzburg, Wr. Philharmonikergasse 3
Tel: +43 (0)662 846483
Vernissage: 09.10.2002, 19.00 Uhr

artmosphere Graz:
Galerie am Opernring
A-8010 Graz, Opernring 22
Tel: +43 (0)316 814848
Vernissage: 10.10.2002, 19.00 Uhr


Über artmosphere Galerien GmbH Austria:
www.artmosphere.at

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
Fleur-Christine Swoboda, MAS
Artmosphere Galerien GmbH Austria
t: +43 (0)1 5339858
m: +43 (0)699 12195185
e: swoboda@artmosphere.at



Details zum Künstler

„Ich biete Fluchten. Die Welt ist grau genug. Meine Bilder sind kleine Gedankenferien“

David LaChapelle, ein Name der von französischen Urahnen abstammt, wurde 1964 in Connecticut geboren. Er wuchs mit Bruder und Schwester in einer Familie auf - stark von seiner in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Mutter Helga geprägt, die inszeniertes Fotografieren als eine Art Familiensport betrachtete. Von klein auf waren die Kinder Models in den unglaublichsten Verkleidungen. Familienfotos entstanden in Massenproduktion. „Wir produzierten Unmengen an Photos. Mutter erdachte eine bestimmte Szene und investierte Stunden ins Styling und in die Kostüme. Als ich noch ganz klein war baute sie mir Engelsflügel aus Papier, mit Federn und so, die ganz echt ausschauten. Und so fotografierte sie mich dann“.

Seine Jugend war geprägt von ständig wechselnden Wohnungen und Städten bis sie in North Carolina sesshaft wurden. „Es war ein Schock. Nichts war wie in Connecticut“ Er bewundert Frauen mit hochaufgetürmten Lockenfrisuren und langen Augenwimpern und lackierten Fingernägel. Und erinnert sich gerne an eine Szene, in der eine dieser Frauen in Hotpants und Büstenhalter den nagelneuen Lincoln ihres Mannes mit einem Hammer zertrümmerte. “Ich liebe Dramen und Übertreibung. Ich liebe verrückte Inszenierungen. Habe sie immer geliebt.“

Seine Mutter ist dauern auf der Suche nach ungewöhnlichen Objekten und Backgrounds für Fotos. „Wir posierten vor den Autos anderer Leute, liehen uns deren Hunde für unsere Inszenierungen aus“. Schon früh lernte David, der sich selbst als „pot smoking teenage disaster“ bezeichnete, dass aus einem Image schnell ein reales Bild werden kann. Schon bald beginnt David, selbst zu fotografieren. Noch heute ist er ganz besonders stolz auf ein Foto seiner Mutter, das er im Urlaub in Puerto Rico am Strand von ihr schoss. „Wir waren eine Mittelklassefamilie in eine hässlichen Wohnkomplex in North Carolina. Aber im Familienalbum sahen wir aus, wie die Vanderbilts“

David LaChapelle ist erst 15, als er beschließt, allein nach New York zu gehen, das ihn ob der vielfältigen Kulturen und der Gegensätze zwischen Glamour und Verwahrlosung, magisch anzieht. Mit Glück findet er bald einen Job im Studio 54, damals der In-Club der Reichen und Schönen schlechthin, der Tempel der Popkultur und der Stars. Mit großen Augen saugt er alles auf, was dort jede Nacht passierte: ausschweifende Parties, Alkohol und Drogen- Exzesse, Sexorgien auf der Bühne und auf den Rängen. „ ich hatte eine lustige Zeit, dennoch beschloss ich New York wieder zu verlassen, um meinen High School Abschluss in North Carolina zu machen“.

Schon 3 Jahre später war er wieder zurück in New York. Reifer und mit einer Mappe voller Fotos – von High School Freunden, meistens nackt. „Ich habe gemerkt, dass Menschen fast alles tun, um fotografiert zu werden“ – eine Überzeugung, die er bis heute nicht geändert hat.
Purer Zufall führte zu einem Treffen mit Andy Warhol, der ihn ermunterte, ihm seine Bilder zu zeigen, und sie mit „Great“ kommentierte (was kaum etwas bedeutete, da er das fast immer sagte). Aber es führte immerhin dazu, dass David LaChapelle seinen ersten Job für Warhols Kult-Magazin „Interview“ bekam. Dort lernte er mehr als auf der Kunstschule. Und bekam sogar noch Geld dafür. Für ihn war spätestens jetzt klar, das er nur mehr fotografieren wollte.

In den frühen 80er Jahren lebt er im East Village und fotografiert er fast ausschließlich schwarz/weiß. Der Aids-Tod eines engen Freundes hat explosive Auswirkungen auf sein Leben, aber auch auf seine Arbeit. Seine Bildsprache wandelt sich total. Entsprechend der Ansicht Brechts, dass weniger denn je die simple Reproduktion der Realität auch nur irgendetwas über die wahre Realität aussage.

Seine Fotos werden nun opulente Bilder szenischer Inszenierungen, ähnlich jenen seiner Kindheit, aber viel aufwendiger und mit Perfektion bis ins letzte Detail. Überzeichnete Personen und Persönlichkeiten, hineinversetzt in eine künstliche Welt, ähnlich aber doch ganz anders jener ebenfalls künstlichen Welt, in der sie leben. Vor seiner Hasselblad entstehen Wunderwelten, plüschige Szenarios in den unmöglichsten Bonbon-Farben, Puppenhäuser oder Riesen-Pilzen, Schaum und Flammen, künstliche Pflanzen oder Fische. Und wenn das auch noch nicht reichte, orderte er noch schnell zwei rotgesichtige Ringer oder einbeinige Zwerge als Komparsen. „Es ist mir sehr wichtig, dass meine Szenarios für eine weile existieren, und sei es nur für eine Stunde. Es macht mehr Spaß, etwas reales zu fotografieren, als es am Computer zu erstellen.“

“Das Langweiligste auf der Welt ist ein schönes Mädchen in einem schönen Badeanzug an einem schönen Strand in einem schönen Licht“.

Unzählige Weltstars wie Madonna, Leonardo DiCaprio, Pamela Anderson, Naomie Campell oder Elton John durch die graue Stahltür in sein Studio in der 13. Straße New Yorks gepilgert, in der Hoffnung auf außergewöhnliche Portraits. Das Resultat war nicht selten eine radikale Therapie, das Ergebnis oft nicht das erwartete, weil es LaChapelle vor allem darum ging, seinen Objekten ein neues Bild von sich selbst entdecken zu lassen. „Die erste Aufnahme ist von Ihnen, die zweite wird über sie sein.“ Die glamouröse Werbe- und Mode-Welt, ihre Stars und Starlets verwandelt er in unterhaltsame Bilder aus einer Mischung von Pop Art und surrealistischer Inszenierung mit einem Schuss Erotik oder auch pornographischen Anspielungen. Er versucht, nur Bilder einzufangen, die er noch nie gesehen hat.

David Beckhams Portrait in Unterhosen in Leoparden-Muster erschien auf den Titelseiten fast aller Frauenmagazine und Gesellschafts-Blätter der ganzen Welt. Für das berühmte Jeans-Label „Diesel“ fotografierte er die mehrfach preisgekrönte „Got Milk?“ Kampagne. Macht Werbesujets für Pepsi, Camel, Levi´s oder MTV. Gestaltet Plattencover für Whitney Houston, Elton John oder Madonna. Und fotografiert für alle großen Magazine wie Vogue, Vanity Fair oder Rolling Stone.

„Ich bin ein absoluter Exhibitionist, aber lasse gerne andere das für mich ausleben“ <b/>

Heute ist David LaChapelle einer der anerkanntesten und begehrtesten Fotografen der Welt, dem es gelang, in kürzester Zeit von den Titelseiten der Modemagazine in die anerkanntesten Galerien und Museen zu kommen. Seine barocken Kompositionen mit ironischem Überschwang hat in der Werbung, aber auch in der Kunst neue Akzente gesetzt. Das Overstatement in den Bildern von David LaChapelle schafft authentische Bilder einer anderen Realität. Die Models leben nicht aus einem bestimmten Moment heraus, sie verschmelzen komplett mit Raum und Zeit in einer Szene, deren Realisierung eine unendlich lange Prozedur ist. David LaChapelle will eigentlich nur seine Phantasie ausleben - die schon in früher Kindheit so intensiv angeregt wurde – aber in einer wunderschönen Traumwelt. „Wenn Du Realität willst, dann nimm den Bus“, meint er. Und dazu ist nichts hinzuzufügen.

„Mein Werk ist deshalb ehrlich, weil es sich nicht als die Wirklichkeit ausgibt“
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