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Rudolf Budja Galerie
Press Release
Role Models - Role Playing
2011-07-13
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Eröffnung am Dienstag 26. Juli 2011 – 11:00 Uhr
Ausstellung: 27. Juli bis 31. August 2011
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 19:00 Uhr


RUDOLF BUDJA GALERIE
A-5020 Salzburg. Wiener Philharmoniker Gasse 3. Tel: +43 (662) 84 64 83
Text und Bild Download unter www.artmosphere.at/presse



RUDOLF BUDJA GALERIE zeigt in der diesjährigen Sommer Festspielausstellung von 27. Juli bis 31. August 2011 in Kooperation mit dem Museum der Modern Salzburg eine Gruppenausstellung zum Thema „Rollenbilder - Rollenspiele“. Es sind internationale Top Künstler vertreten wie AES+F, David LaChapelle, Paul McCarthy, Marilyn Minter, Vik Muniz, Cindy Sherman und Andy Warhol sowie aufstrebende Künstler der Galerie.

Rollen, Akteure, Bühnen, Skripte... ein Blick auf die Bildlichkeit dieser Begriffe offenbart uns die Gesellschaft als Theater. Wir alle sind Akteure unterschiedlicher kultureller, sozialer und biologischer Rollen. „Wir alle spielen Theater“ (Erving Goffman), um den gesellschaftlichen Normen und Erwartungen zu entsprechen und um unser „Selbst“ darzustellen. Während die Gesellschaft auf eine möglichst reibungslose Koordination von Akteuren und Rollen angewiesen ist und „Spielverderber“ marginalisiert, therapiert, ein- oder aussperrt, thematisiert die Kunst gerade die problematischen Reibungsflächen und Bruchstellen zwischen Rolle und Akteur. Sie reflektiert unser Bedürfnis, hinter die Maske zu schauen, wo wir „authentische“ Menschen zu erwarten scheinen.

Die Werke in der Ausstellung verbindet das performative Spiel mit Rollenbildern. Meist wird von den Künstlern dabei das Rollenverständnis ihrer Zeit in Bezug auf Gruppen- oder Einzelidentitäten (soziale Klasse, Ethnie, Geschlecht, Alter ... ) und soziale Machtstrukturen kommentiert.

Die Ausstellung gibt anhand von Fotografien, Grafiken und Installationen einen Überblick über das Phänomen des Rollenspiels als Thema der Kunst von den paraphrasierten tableaux vivants des 19. Jahrhunderts bis zu den Rollenspielen in den sozialen Netzwerken des Internets.

Mit der Realityshow Big Brother, die 2000 erstmals ausgestrahlt wird, hat sich die Unterscheidung von privater und öffentlicher Rolle modifiziert. Eine ganze Generation castingshow- optimierter Teenager dürfte der paradiesischen Naivität authentischer Selbstdarstellung entwachsen sein. Nachdem der Aufruf der 68er, spontan und authentisch zu sein, als Paradox durchschaut ist, lässt sich heute ein spielerischer Umgang mit Rollen und das mühelose Wechseln zwischen ihnen konstatieren. Virtuelle Identitäten werden im „Second life“ und in Internet-Foren angenommen, im „wahren“ Leben werden sie als „Cosplayer“ (costume play) ausgelebt. Teenager kleiden sich in diesem aus Japan importierten Jugendkulturphänomen mühelos in die Identitäten fiktiver Charaktere, die sie möglichst genau nachstellen und im alltäglichen Leben spielen. Die Unterscheidung zwischen dem Selbst und seiner Rolle wird zunehmend prekär.

Die Wiederholung und Verdopplung sind für das Rollenspiel zentral, dies betonen auch Judith Butler in Gender Trouble oder Erving Goffman in Wir alle spielen Theater. In der Kunst folgt daraus aber eine besondere Pointe, denn in der Wiederholung einer ikonografischen Vorlage oder eines bestimmten Kunstwerks, wie sie im tableau vivant oder den Cosplayern zu beobachten ist, lässt sich die Rolle als solche erkennen. Die Selbstdarstellung entpuppt sich als Reinszenierung. Damit trifft man auf ein zentrales Thema der zeitgenössischen Kunst: Das Nachstellen von Kunstwerken greift Arbeitsweisen der Appropriation Art auf, und mit dem Sampling und dem Arbeiten mit Bilder von Bildern ist das Phänomen des Karaoke zum Methode geworden.

Zentrales Thema sind unter anderem religiöse Rollenspiele, wie von David LaChapelle in „Anointing“ aufgegriffen, in der die Fußwaschung in eine zeitgenössische Szenerie transformiert wird. Die Künstlergruppe AES + F zeigt in „The Feast of Trimalchio“ eine Interpretation des Festmahls aus der Antike, versetzt in die Szenerie eines luxuriösen Wellness-Hotels. Cindy Shermans Videostills wiederum zeigen, wie sehr der Blick auf den weiblichen Körper von bestimmten Bildern der Medien, der Kunstgeschichte, der Mode und der Pornografie, von kulturellen Codes und gesellschaftlichen Übereinkünften geprägt ist. Außerdem wird die Rolle des Künstlers und der Rollentausch beleuchtet


Dates & Facts:
Role Models – Role Playing
Konzept: Esther Ruelfs in Zusammenarbeit mit dem Museum der Modern Salzburg
RUDOLF BUDJA GALERIE / Artmosphere Salzburg
Vernissage: 26. Juli 2011, 11 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 31. August 2011
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 19:00 Uhr

RUDOLF BUDJA GALERIE / Artmosphere Salzburg
Galerie im Palais Küenburg, Wiener Philharmonikergasse 3, A-5020 Salzburg
Tel: +43/662/846483, email: salzburg@artmosphere.at, www.artmosphere.at

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
RUDOLF BUDJA GALERIE
Mag. Christian Gschwandtner
Tel: +43/662/84 64 83, Mob: +43/650/3101007, email: gschwandtner@artmosphere.at
Download für redaktionelle Verwendung / Pressezwecke unter: www.artmosphere.at/presse Bildmaterial: © Artmosphere Galerien GmbH bzw. die jeweilig angeführte Quelle
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