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Rudolf Budja Galerie
Press Release
raumfüller - Skulpturenausstellung
2007-03-20
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Pressemittei...
PDF der Pressemitteilung
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Perucchetti_...
Mauro Perucchetti
Blast 1 / Blast 2 / Blast 3 - 2006
Urethane with Chromed aluminium
80 x 60 cm
Edition of 9
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PerucchettiB...
Mauro Perucchetti
Buddha 1 - 2006
Urethane
98 x 70 x 50 cm
Edition of 9
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Mr._shippin-...
Mr.
Shippin-chin - 2004
FRP, Acrylic
100 x 85 x 90 cm
Ed. 3 of 3
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Vasarely_Unt...
Victor Vasarely
Untitled - 1970ies
Aluminium
17,5 x 17,5 cm
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Helga Vocken...
Helga Vockenhuber
ohne Titel - 2007
Bronze
ca. 2,5 m hoch, Querschnitt ca. 95 cm
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Salzburg präsentiert im Rahmen der Osterfestspiele eine hochwertige Skulpturenausstellung mit Künstlern aus Österreich, Kuba, Italien, Japan, den Vereinigten Staaten sowie Ungarn.

Der österreichische Künstler Markus Hofer unterwandert wie ein Virus gängige Wahrnehmungsschemata. Er versteht das Leben als ein sich ständig änderndes System mit unzähligen Variablen. Seine Kunst ist ein Versuch der Ordnung, sein Schlachtfeld der Boden der Tatsachen. Hofer macht sich die Tatsache zunutze, dass sich die Welt der gewöhnlichen Dinge normalerweise unserem Blick versperrt – ihre schlichte Banalität genügt uns, gibt uns auch eine gewisse Sicherheit für den Alltag. Sie bildet einen schützenden Rahmen für alles Unvorhergesehene, eine Infrastruktur für das Dasein. Sie wird somit zur Spielwiese für Markus Hofer. Mit minimalem Aufwand und größter Leichtigkeit ruft er Irritationen hervor, die am Wesen der Dinge zweifeln lassen.

Kcho, der mit bürgerlichem Namen Alexis Leyva Machado heißt und aus Kuba stammt, sagt: Das Einzige, was in Kuba permanent Bestand haben wird, ist, dass es eine Insel ist. Wohl aus diesem Grund stehen Boote sehr häufig im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens, wohl aber auch, weil Boote zum Aufbruch zu neuen Ufern dienen.

In den Arbeiten des italienischen Künstlers Mauro Perucchetti vermischen sich Minimalismus und Pop und vergegenwärtigen einerseits italienischen Esprit, andererseits eine aufgesetzte italienische Elegant. Dabei kommentiert Perucchetti häufig moralische Standpunkte prägnant und ironisch. Perucchettis bevorzugtes Medium ist Urethan, ein transparentes Kunstharz, womit er beispielsweise einen riesigen Buddha in Form eines Gummibärchens kreiert. Gummibärchen sind eines der Schlüsselsymbole für Perucchetti, weil sie die alles durchdringende Verfügbarkeit in unserer Konsum- und Wegwerfwelt verkörpern. Urethan verwendet Perucchetti auch für seine Handgranaten, die auf erstem Blick aussiehen wie elegante Parfumflacons. Für seine Kanonenkugeln verwendet er verchromten Stahl, ein weiteres Beispiel, mit dem er die Ästhetisierung des Tödlichen anspricht. Diese Arbeiten sind politische Statements, die Ausdrucksweise ist entschieden Pop, wenngleich Perucchettis Pop anders als der amerikanische Pop sehr wohl moralische Beweggründe hat.

Mr. ist seit 1995 ein enger Mitarbeiter von Takashi Murakami und Mitglied von Hiropon/ Kaikai Kiki, einer globalen, sich ständig verändernden Marken- und Künstlerwelt, die japanische Pop-Kultur weltweit präsentiert.
Typisch für die zeitgenössische japanische Kunst setzt sich auch Mr. mit Bildwelten aus Mangas und Animes auseinander. Mr. wendet in seinen großflächigen Werken souverän die Bildsprache des Manga an und verfremdet sie zugleich, arbeitet an einer ganz eigenen Idee des flat painting und schafft durch die Wahl ungewöhnlicher Perspektiven dennoch einen Bildraum.

Heidi Popovic’ Arbeiten vermögen zu täuschen. Großflächige Ornamente und Pastelltöne vermitteln uns zunächst den Eindruck von betont dekorativen Werken. Der tatsächliche Inhalt der Bilder offenbart sich erst bei genauerer Betrachtung: subtil arrangierte Spiele mit archetypischen Symbolen, Sexualität, Gewalt, medialen Botschaften und Versatzstücken der Populärkultur. Popovic’ Arbeiten sind visualisiert in Bilder, Möbel, WohnAccessoires wie Tapeten, Teppichen und bestickten Dekorstoffen.

Helga Vockenhuber aus Mondsee kreiert mit großem handwerklichen Geschick außergewöhnliche Skulpturen aus Bronze. Ausgangspunkt für Vockenhubers künstlerisches Schaffen ist die für sie zentrale Frage, wie der Mensch seinen inneren Frieden und sich selbst finden kann – laut Vockenhuber kann der innere Frieden im Christentum nur von unserem Schöpfer kommen. Vockenhuber thematisiert die Weltreligionen und zeigt das Christentum als Gegenpol zum Buddhismus auf, was sie durch ihre sieben Rosen aus Bronze wird. In ihrem Weltenbürger kombiniert Vockenhuber auf der Suche nach der spirituellen Sinnlichkeit des menschlichen Körpers charakteristische Merkmale unterschiedlicher Erdenbürger: große Lippen, kleine Ohren und Haarmode, wie sie im Buddhismus vorherrschen, werden mit internationalen Gesichtszügen vermischt. Vockenhubers Wunsch ist es, die Würde des Menschen und die in ihm wohnende geistige Welt darzustellen und zu vermitteln und auf seine Einzigartigkeit hinzuweisen.

In einer österreichischen Skulpturenausstellung darf Erwin Wurm nicht fehlen. Für Wurm kann alles zur Skulptur werden: Handlungen, geschriebene oder gezeichnete Anweisungen oder selbst ein Gedanke. Seine Kunst handelt vielfach von elementaren wie banalen Lebensbedürfnissen und – abläufen, sowie von deren Perversionen, die in physischen Deformationen zum Ausdruck kommen können.

Indonesische / afrikanische und ozeanische Stammeskunst werden als Ursprung aller zeitgenössischen Kunst gezeigt, Arbeiten von Wulf Treu und Victor Vasarely komplettieren die Ausstellung.

Dates & Facts:
RAUMFÜLLER - Skulpturenausstellung
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Salzburg
Galerie im Palais Küenburg, A-5020 Salzburg, Wiener Philharmonikergasse 3
Tel: +43/662/846483, email: salzburg@artmosphere.at, www.artmosphere.at

Vernissage: 03. April 2007, 18 Uhr
Dauer der Ausstellung: 30. März bis 22. Mai 2007
Öffnungszeiten: 30. März bis 9. April 2007 täglich 10 – 21 Uhr
Danach: Dienstag bis Freitag 11.00-18.00 Uhr, Samstag 10.00-13.00 Uhr

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Galerien GmbH, Mag. Christian Gschwandtner
Tel: +43/1/5339858, Mob: +43/650/3101007
E-Mail: gschwandtner@artmosphere.at
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