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Rudolf Budja Galerie
Press Release
AMADEUS – MADEUSA
2006-07-05
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PDF presse m...
PDF der Pressemitteilung
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Andy Warhol_...
Warhol: Goethe - 1982
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Chio Aoshima...
Aoshima: Fishmarket - 1999
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Mr.: Sippiin chin - 2004
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Wulf Treu: Amadeus 2006
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Andy Warhol: Joseph Beuys - 1980
Rudolf Budja Galerie zeigt in der diesjährigen Festspielausstellung von 29. Juli bis 31. August 2006 eine Gruppenausstellung mit drei Schwerpunkten: American Pop Art, Japanese Pop Art, und ein Young Artist Project rund um das Thema „MozArt“. Wie schon in den vergangenen Jahren wird auch 2006 wieder die Sayn-Wittgenstein Collection - der permanente Ausstellungs- und Verkaufsraum für Fotografien der Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn - präsentiert. Dabei sind Werke aus dem von teNeues neu herausgebrachten Katalog zu sehen.

American Pop Art
Andy Warhol war schon zu Lebzeiten, heute aber mehr denn je der Inbegriff des Pop-Art-Künstlers und wird gerade jetzt wieder mit großen Shows auf der ganzen Welt gefeiert. Umso erstaunlicher ist die Präsentation einer Reihe von außergewöhnlichen Unikaten auf Leinwand aus Privatsammlungen, die jetzt erstmals ausgestellt und im Handel angeboten werden. Mit im Zentrum stehen dabei Warhols berühmte Werke von Johann Wolfgang Goethe und Joseph Beuys. Weitere begehrte Unikate sowie bekannte Editionen runden die reichhaltige Warhol-Sammlung ab.

Andy Warhol, geboren 1928 in Pittsburgh, war während der 50er Jahre als kommerzieller Auftragskünstler sehr gefragt. Später machte er die Standardisierung zum Thema seiner Kunst und beschränkte sich auf die distanzierte Darstellung banaler Dinge aus der Konsumwelt. Seine Idole wie Elvis oder Marilyn zeigen keine Menschen aus Fleisch und Blut, sondern das Produkt einer kommerziellen Welt.
Die 60er Jahre waren für Warhol der Durchbruch auf allen Linien. In dieser Zeit schuf Warhol durch das Einbeziehen von Bildern aus Medien oder aber auch Marken alltäglicher Konsumgüter seine weltbekannten Ikonen des 20. Jahrhunderts, so die Portraits von wichtigen Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe oder Joseph Beuys, und Warhol begann, sich selbst als Ikone des Pop zu inszenieren. Arbeiten von Roy Lichtenstein und Robert Rauschenberg komplettieren die sehenswerte Show.

Japanese Pop Art
Die japanische Kunst der 60iger und 70iger Jahre aber auch die zeitgenössische Kunst in Japan wurde und wird stark beeinflusst von der amerikanischen Pop Art, gleichzeitig aber ist sie sehr selbständig und reflektiert das Idealbild der westlichen Welt. Die zeitgenössische japanische Pop Art ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Bildwelten aus Mangas und Animes. Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Arbeiten von Takashi Murakami sowie von Künstlerkollegen rund um die "Kaikai Kiki Factory". Diese wurde von Takashi Murakami im Jahr 2001 gegründet, um junge japanische Künstler unter einem gemeinsamen kreativen Dach zusammenzubringen und zu fördern. Heute ist "Kaikai Kiki" weit mehr - eine globale, sich ständig verändernde Marken- und Künstlerwelt, die japanische Pop-Kultur weltweit präsentiert. Von der klassischen Malerei über experimentelle Installationen bis hin zu innovativen digitalen Kommunikationsformen - alles ist möglich.

Takashi Murakami, geboren 1962, setzt auf die Macht der Bilder und die Eigenständigkeit der japanischen Kultur zwischen Tradition und Innovation. In der Verschmelzung der japanischen flächenbetonten Malerei, der amerikanischen Pop-Art von Warhol bis Koons und den schrillen Fantasiewelten der Manga- und Anime-Kultur liegt seine Vorstellung einer spezifisch japanischen zeitgenössischen Kunst. Neben Murakami sind Werke von Chiho Aoshima, Hideaki Kawashima, Yayoi Kusama, Maya Maxx, Mr., Yoshitomo Nara, Shintaro Miyake und Aya Takano zu sehen.

Außergewöhnliche Fantasiewelten umgeben von einer zarten Aura, die den Betrachter auf seltsame Weise bannt, das Aufeinandertreffen von Niedlichkeit und Abgründigkeit, die Spannung von Aggressivität und Melancholie, die Wahl von ungewöhnlichen Perspektiven kennzeichnen die ausgestellten Arbeiten und geben einen Überblick über das Wesen der japanischen Pop Art.

Young Artist Project: Moz Art
Helmut Grill, Martin C. Herbst, Heidi Popovic und Wulf Treu stellen im Mozartjahr 2006 Österreichs berühmtesten Komponisten in den Mittelpunkt:

Der Medienkünstler Helmut Grill kombiniert in seiner Serie „Alphapeople“ einzelne Gesichtsfragmente von zufällig im Internet ausgewählten Menschen, steckt sie in den roten Rock des wohl populärsten Mozart-Portraits und schafft dadurch in seinen digitalen Collagen virtuelle Mozarts. Grill wirft damit die Problematik der Bildmanipulation in der Medienwelt auf, denn die Echtheit der Bilder, die wir täglich sehen, ist fragwürdiger als je zuvor. Realität und Illusion vermischen sich nahezu unmerklich für unsere Wahrnehmung. Ist unser Schönheitsideal letztlich nur ein digital kreiertes, nicht reales Phantom? Der Künstler stellt damit auch die Fotografie an sich in Frage, indem er zeigt, wie leicht man mit Hilfe der Technologie den eigentlich dokumentarischen Charakter der Fotografie unterminieren und somit ursprüngliche Aussagen manipulieren kann.

Für den Maler Martin C. Herbst ist das Bild, das man sich gemeinhin von Mozarts Äußerem macht, wesentlich von der Mozartkugel geprägt. Ihn fasziniert die Idee, dass durch die simple Vermarktungsstrategie des Aufdruckes eines Mozartbildes auf Kugeln auch im allgemeinen Bewusstsein eine enge Verbindung von Mozartkopf und Kugel hergestellt ist. Man könnte es auch so formulieren: Denkt man an Mozarts Äußeres, erliegt man schon den Schussverletzungen der Mozartkugel. Aber abgesehen von der Trivialität dieser Marketingstrategie birgt die künstlich hergestellte Verbindung von Kopf und Kugel jede Menge gestalterisches Potential, das Herbst zu nützen versteht. Er malt ausdrucksstarke Gesichter auf die eine Hälfte großer Edelstahlkugeln, sie sind - weit entfernt vom Kitsch der süßlichen Portraits auf den vielen echten und unechten Mozartkugeln - in zarten Grautönen gehalten, in die sich manchmal duftige Farbschleier mischen. Die ernsten, fast traurig wirkenden Gesichtszüge werden durch die Rundung der Kugel verzerrt, der Ausdruck wechselt je nach Blickpunkt des Betrachters. Es ist ein Spiel mit unserer Wahrnehmung - und mit ihrer perfekt lackierten Glanzoberfläche erinnern diese 6 "Mozartkugeln" tatsächlich an zu groß geratene Spielmurmeln.

Heidi Popovics „Mozart-Zyklus“ ist eine Serie von Grafiken, die die fünf „berühmtesten" Mozartopern zum Thema haben, gezeigt wird die Serie Don Juan nach der gleichnamigen Oper von Lorenzo da Ponte und Wolfgang Mozart. Sie erzählt die Geschichte eines skrupellosen Wüstlings, der am Ende, aufgrund seiner Greueltaten, die er sich weigert zu bereuen, ins ewige Feuer der Hölle gestoßen wird. Eine Moral, die Mozart mit seiner Musik vollkommen ad absurdum führt, indem er ihr Witz und Ironie verleiht. Don Giovanni ist der Archetypus des Egomanen und Egozentrikers, für den die liebelose, pervertierte Sexualität zum Ersatz für menschliche Beziehungen geworden ist. Insofern ist es nicht abwegig, hier von einer beinahe „sadomasochistischen Abhängigkeit“ zwischen den Begehrenden und den Objekten der Begierden, zu sprechen. Popovics Darstellung des Don Giovanni ist die eines einsamen Menschen. Eine Synthese aus Zerbrechlichkeit, Zielstrebigkeit und Emotionslosigkeit. Sie zeigt einen Mann, kostümiert in zarten Seidenhosen und einem Hemd aus Klöppelspitze, darüber eine Bikerjacke als Ersatz für Siegfrieds Bad im Drachenblut, die unempfindlich macht und über den Strümpfen Lederboots, um richtig zutreten zu können.

Wulf Treus künstlerische Arbeit ist geprägt von seiner Sozialisierung im kommunistischen Ostdeutschland, und einer Auseinandersetzung mit dem zwanghaften Lifestyle und den Pseudo-Freiheiten einer kapitalistisch orientierten westlichen Welt. Treu verwendet in seinen Werken Ästhetik der Camp & Pop Art. Fundstücke und Symbole der Alltags- und Konsumwelt kommen in fast allen Arbeiten zum Einsatz. In rauem, ungeschliffenem Stil, provokant und spielerisch thematisiert er die postmoderne Krise des Einzelnen und der Gesellschaft und fordert den Betrachter auf, die Quellen der eigenen Wünsche und Träume zu erforschen. Für die Umsetzung nutzt der Künstler ein breites Spektrum an Techniken und Medien vom Videoformat über die Fotografie bis hin zur Malerei, Collage und Installation. Treus Bezug zu Mozart ist ein sehr zeitgemäßer: das zeigt sich in dem plakativen, an die Werbung angelehnten Stil seines Beitrages. Treu lebt und arbeitet in New York und Miami, deshalb das Wortspiel AmadeUSAmadeUSAmadeus.

Dates & Facts:
AMADEUS - MADEUSA
American Pop Art, Japanese Pop Art, Young Artist Project: “MozArt”
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Salzburg
Vernissage: 29. Juli 2006, 11 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 31. August 2006
Öffnungszeiten: 11.00 bis 21.00 Uhr

Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Salzburg
Galerie im Palais Küenburg
A-5020 Salzburg, Wiener Philharmonikergasse 3
Tel: +43/662/846483
www.artmosphere.at salzburg@artmosphere.at,

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
Mag. Christian Gschwandtner
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Galerien GmbH Austria
Tel: +43/1/5339858
Mob: +43/650/3101007
E-Mail: gschwandtner@artmosphere.at
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