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Rudolf Budja Galerie
Press Release
omotenashi - Japanese Art
2006-05-26
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Chio_Aoshima...
Chio Aoshima: Hot Spring - 1999
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Aya Takano_F...
Aya Takano: Fish Market
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Takano_Jelly...
Takano: Jellyfish Eyes
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Graz zeigt von 07. Juni bis 15. Juli 2006 einen Überblick über die Auseinandersetzung mit Bildwelten aus Mangas und Animes in der zeitgenössischen japanischen Kunst.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Arbeiten von Takashi Murakami sowie von Künstlerkollegen rund um die "Kaikai Kiki Factory". Diese wurde von Takashi Murakami im Jahr 2001 gegründet, um junge japanische Künstler unter einem gemeinsamen kreativen Dach zusammenzubringen und zu fördern. Heute ist "Kaikai Kiki" weit mehr - eine globale, sich ständig verändernde Marken- und Künstlerwelt, die japanische Pop-Kultur weltweit präsentiert. Von der klassischen Malerei über experimentelle Installationen bis hin zu innovativen digitalen Kommunikationsformen - alles ist möglich:

Takashi Murakami, geboren 1962, setzt auf die Macht der Bilder und die Eigenständigkeit der japanischen Kultur zwischen Tradition und Innovation. In der Verschmelzung der japanischen flächenbetonten Malerei, der amerikanischen Pop-Art von Warhol bis Koons und den schrillen Fantasiewelten der Manga- und Anime-Kultur liegt seine Vorstellung einer spezifisch japanischen zeitgenössischen Kunst.

Chiho Aoshima, geboren 1974 in Tokyo, schafft in ihren Arbeiten eine außergewöhnliche Fantasiewelt, bewohnt von jungen Mädchen mit kindhaften Zügen, Reptilien, Insekten in so unterschiedlichen Szenerien wie Friedhöfen, Jahrmärkten oder städtischen Betonbunkern. Die aus japanischen Comics und Animes stammenden Charaktere entfalten sich dabei in einer surrealen, faszinierenden und gleichzeitig brutalen Welt.

Die Arbeiten von Hideaki Kawashima, geboren 1969, wurden ebenfalls stark geprägt von Mangas und Animes, wobei in Kawashimas Darstellung Niedlichkeit und Abgründigkeit aufeinandertreffen.

Yayoi Kusama, geboren 1929, gilt als eine der bekanntesten, vielseitigsten und international erfolgreichsten Künstlerin Japans. Mitte der siebziger Jahre wurde das Werk der Künstlerin in einem Atemzug mit der Minimal Art, der monochromen Malerei, den neuen Tendenzen in Europa, der Collage/Assemblage und als Vorläufer für die Popart genannt. Erst in den letzten Jahren wurde Kusama im Nachhinein in ihrer revolutionären Potenz gewürdigt und zu einer Größe für die jüngste Kunst im atmosphärischen Raum von Club, Kontextkunst, Mode und Körpermodifikation. Ihre abstrakten Infinity Nets spiegeln sich in den Open-source-Utopien zeitgenössischer Computerhacker und ihre Punkte haben eine ganze Epoche metaphorisch vorweggenommen: die Ära der Dot.Coms.

Mr., geboren 1969, ist seit 1995 ein enger Mitarbeiter von Takashi Murakami und Mitglied von Hiropon/ Kaikai Kiki. Bevor er im Asaka Studio arbeitete, konnte er sich nicht vorstellen, als Mangazeichner zu arbeiten. Mr. wendet in seinen großflächigen Werken souverän die Bildsprache des Manga an und verfremdet sie zugleich, arbeitet an einer ganz eigenen Idee des flat painting und schafft durch die Wahl ungewöhnlicher Perspektiven dennoch einen Bildraum.

Rebellion ist das Grundprinzip der Kunst von Yoshitomo Nara, geboren 1959. Seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen stehen unter einer seltsam entrückten Spannung von Agressivität und Melancholie. Markenzeichen sind Kinder und Hunde. Nara versteht seine Kunst als Pop. Stark beeinflusst von Rock und Punk, von Comics und von der geordneten Struktur der japanischen Gesellschaft, wirken die Werke wie Rückblicke auf die unbeschwerte Jugend. Sein sehr eigenständiges Werk hat die Person Nara vor allem in seiner Heimat, Kultstatus erlangen lassen.

Shintaro Miyake, geboren 1970 in Tokyo, ist einer der Shootingstars der japanischen Kunstszene. Für seine Ausstellungen konzipiert er künstliche Charaktere, für die er Kostüme entwirft und in deren Rollen er dann auch schlüpft. Miyake sind seine Bilder allein zu wenig, er versteht seine Kostüme als Selbstportraits, die seine Zeichnungen ergänzen. Seine Bilder entstehen über seine Rollen, sind thematisch an die Charaktere angelehnt. Die Zeichnungen orientieren sich an einer kindlichen Art der Welterfahrung, er versucht weitestgehend spielerisch zu agieren. So sind vor allem die langen dünnen Gliedmassen und elliptischen Köpfe Merkmale seiner kindlich idealisierten Portraits.

Aya Takano, 29, arbeitet im kreativen Umfeld von Kaikai Kiki, Takashi Murakamis supranationaler Künstlergruppe. Ihre Malereien und Zeichnungen, oftmals mit Wasserfarben auf Papier, sind umgeben von einer unwirklichen, zarten Aura, die den Betrachter auf seltsame Weise bannt. Hat man sie einmal gesehen, vergisst man diese plakativ-grellen und zugleich so sanften und sinnlichen Bilder nie mehr. Aya Takano ist in Japan bestens bekannt als Manga-Zeichnerin, Illustratorin und Science-Fiction-Autorin. Im Jahr 2000 machte Aya Takano ihren Bachelor of Arts (B.A.) an der Tama Art University. Kommerziell war sie relativ schnell erfolgreich: Sie arbeitete für Feeder und ACO CD, entwarf zusammen mit Naoki Takizawa, Designer bei Issey Miyake, eine Modekollektion, und ihre Bildwelten verzauberten zahlreiche japanische Musik-Videos.


Dates & Facts:
„omotenashi“ – Japanes art
Vernissage: Dienstag, 06. Juni 2006, 18.00 bis 21.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 07.06. bis 15.07.2006
Dienstag bis Freitag 11.00-19.00 Uhr, Samstag 11.00-14.00 Uhr

Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Graz
Glacisstraße 49, A-8010 Graz
Tel: +43 (0)316 383927
www.artmosphere.at

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
Frau Hannelore Hölbling
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Galerien GmbH Austria
t: +43 (0)316 383927
m: +43 (0)664 4159449
e: hoelbling@artmosphere.at
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