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Rudolf Budja Galerie
Press Release
Andres Serrano: The Normal in the Strange
2002-06-12
Andres Serrano „The Normal in the Strange“
Arbeiten von 1987 bis 2001 ab 25. Juni
in der Galerie Artmosphere, Palais Kinsky.


Nach der erfolgreichen Eröffnungs-Show „Made in America – Best of Pop Art“, mit 75 zum Großteil uniquen Artworks von Warhol, Rauschenberg, Lichtenstein und Haring, präsentiert
Artmosphere einen der weltweit herausragenden Fotokünstler:

Andres Serrano

Vom 1950 in New York geborenen Künstler, der bisher kaum
in Österreich zu sehen war, werden 25 großformatige Arbeiten
aus den wichtigsten Projekten von 1987 bis 2001 gezeigt. Fast alle Werke sind aus einer Edition von jeweils nur 3 Stück und international besonders gesucht.

Herauszuheben sind die Werke „Piss Elegance“, „Semen & Blood“, „Frozen Sperm“ sowie ausgewählte Arbeiten aus den Zyklen „A History of Sex“ and „Church“.

Diese außergewöhnliche Verkaufsausstellung wurde in Kooperation mit der renommierten Paula Cooper Gallery in New York realisiert, die den Künstler auch vertritt.
Die Vernissage findet am 25. Juni ab 19h statt.

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Serrano versucht immer wieder die Grenzen der Akzeptier-barkeit auszuweiten, indem er Themen wählt, die gemeinhin ignoriert oder in der Gesellschaft tabuisiert werden. Mit oft verführerischer Hochglanztechnik nähert er sich höchst kontroversiellen Themen. Serranos Fotografien waren daher immer Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen, obwohl er mit seiner Arbeit höhere Ziele verfolgt, als nur zu schockieren.

1989 wurde er schlagartig berühmt, als sein 1987 entstandenes Werk „Piss Christ“ (Photo des gekreuzigten Jesus in einem Gefäß mit Urin) einen kulturpolitischen Skandal in Amerika auslöste, dem eine hitzige Debatte über die Freiheit der Kunst und staatliche Subventionen folgte.

Die Faszination, die religiöse Symbole auf ihn ausübten, seine ambivalente Beziehung zur Kirche („Heaven and Hell, 1984) und sein metaphorischer und tief emotionaler Umgang mit Körper-flüssigkeiten wie Blut, Milch, Urin und Sperma bestimmen seine frühen Arbeiten. In „Body Fluids“ (1985-1990) setzt Serrano in Close-Up Fotos diese wie Farben ein, sie erinnern an monochrome Bilder oder Arbeiten des Abstrakten Expressionismus.

Die Spannung zwischen der Direktheit seiner Fotografien und deren z.T. barocker Inszenierung seiner – immer provokativen - Themen wie Religion, Körper, Sex oder Tod ist charakteristisch für Serranos Arbeiten.

Immer wieder kehrt Serrano aber auch zur traditionellen Art der Portrait-Fotografie zurück (z.B.“Klan“, 1990 und „Church“, 1991), und zeigt Mitglieder des Ku Klux Clan oder Mönche und Nonnen wie Ikonen in ihrer typischen Kleidung vor monochromem Hintergrund.
In ähnlicher Art setzt er sich mit seinen Porträts von homeless people („Nomaden“, 1990) und Leichen („The Morgue, 1992) allegorisch mit vorzeitigem bzw. gewalttätigem Tod auseinander.

In „Budapest“, 1994 und „The History of Sex”, 1997 zeigt er menschliche Sexualität in vielfältiger aber immer über alle sozialen Tabus hinausgehender Form. Diese Arbeiten sind weitaus prosaischer in ihren Themen und ihrer Bildsprache, ähnlich der Hochglanz-Ästhetik moderner Medien.

Serrano ist in seinen Bemühungen das „Normale im Ungewöhnlichen“ zu finden kaum mit gängigen Maßstäben zu beurteilen, entzieht sich den landläufigen Vorstellungen von Schönheit und/oder Moral, spielt aber letztlich immer auch mit der voyeuristischen Neugier der Betrachter.

1995 widmete ihm das Museum of Contemporary Art in New York eine Einzelausstellung, er ist mittlerweile in allen wichtigen Museen der Welt vertreten. Serrano lebt und arbeitet in New York.


Weitere Informationen und Fotos:
Dr. Alfred Koblinger, koblinger@pkp.at, 0664-4018042

Sneak Preview für Journalisten am 24. Juni nach Vereinbarung
01-5339858 Fr. Mag.Merit Einwaller, Fr. Laurence Koblinger

Artmosphere Pop>Contemporary
Galerie im Palais Kinsky
Freyung 4, 1010 Wien
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