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Rudolf Budja Galerie
Press Release
"best of” – Victor Vasarely (1908 – 1997) - Grafiken, Collagen und Skulpturen bei Rudolf Budja Galerie/Artmosphere Wien; Vernissage: 24. März 2004, 19.00 Uhr
2004-03-09
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Wien zeigt von 25. März bis 15. Mai 2004 Grafiken, Collagen und Skulpturen von Victor Vasarely. Die Schau umfasst Siebdrucke aus den Serien „Gaia“ und „Vega“ sowie Collagen (Unikate) und Skulpturen. Die Exponate stammen aus Budapester, Pariser und österreichischen Privatsammlungen.

Viktor Vasarely, Maler, Grafiker, Plastiker und Universaldenker, gilt als Begründer der Op-Art (Optical Art), einer Mitte der sechziger Jahre entstandenen internationalen Kunstrichtung, die sich mit der Erforschung der Darstellung optischer Effekte beschäftigte.

Vasarely, geboren am 9. 4. 1908 in Pécs (Ungarn), besuchte die Mühely-Schule in Budapest, wo er sich vor allem der grafischen Gestaltung widmete. Nach seiner Übersiedlung nach Paris (1930) arbeitete er in verschiedenen Werbeagenturen und wandte sich ab 1944 der Malerei und dem Experimentieren mit Form und Farbe und zu.

Von wenigen Grundfarben ausgehend entwickelte Vasarely seine reiche Farbtonleiter und gelangte zu eigenen optischen Bildmustern, die er patentieren ließ. Die Wechselwirkung zwischen den leuchtenden Farben („interaction of colour“) und die Variation von geometrischen Figuren, die er zu komplexen Netzwerken, Geflechten und Geweben zusammenfügte, bewirkt jene faszinierende Irritation der Seherfahrung, die typisch ist für den spielerischen Umgang der Op-Art-Künstler mit den Gesetzen der Wahrnehmung.

Vasarelys Bilder sind für den Betrachter ein ästhetisches Abenteuer, welche tradierten Sehgewohnheiten widersprechen und den Platz von Objekt und Subjekt, die Rolle von Produzent und Rezipient von Kunst neu definieren.

Vasarelys kunsthistorische Leistung beruht auf der Vereinheitlichung von zwei Begriffen bzw. künstlerischen Instrumenten, die bis dahin als getrennte Größen betrachtet wurden: Form und Farbe, die nach Vasarely nicht getrennt zu betrachten sind, sondern als „Plastische Einheit“ („unité plastique“).

Vasarelys „unité plastique“ basiert auf variantenreichen Form- und Farbschöpfungen, die einander bedingen, ergänzen und eine exakte Identifikation – was ist Form, was ist Farbe – vielfach unmöglich machen. Ausgangspunkt bleibt die einfache Grundform, die mit Hilfe rationaler Manipulation und komplexer Permutation zu optisch fesselnden Fügungen verdichtet werden und eine besondere Plastizität erzielen. Vasarely führte diese Idee weiter mit seinem Konzept einer „Planetarischen Folklore“. Mit Folklore ist nicht Volkstümlichkeit oder ähnliches gemeint, sondern eine universalistische Projektion, die in der Sozialutopie mündet. Über seine „unité plastique“ wollte Vasarely eine bildnerische Universalsprache schaffen, eine Kunst, die Häuser und urbane Lebensräume für jeden plastisch bewohnbar macht.

Die Idee der plastischen Einheit wird von Vasarely als potenzielles Multiple gesehen und verwendet, er arbeitet mit „Ausgangsprototypen“, will den Bildaufbau aus normierten Grundelementen perfektionieren, damit einher geht auch die weitgehend stardardisierte Bildkomposition und –produktion.

„Mein Ziel ist es, eine Kunst zu schaffen, die gemeinsames Gut und allen zugänglich ist, und das zum körperlichen und seelischen Wohl der Menschheit“ (Victor Vasarely). Der Künstler definierte dieses Ziel als sozialethnischen und -ästhetischen Anspruch, um Wege zu einem demokratischeren Kunstverständnis zu ebnen.

Victor Vasarely avancierte mit seiner kraftvollen geometrischen Formensprache und seinen Ideen zu einem der führenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Interieurs, öffentliche Räume und Plätze, Fassadengestaltungen, Grafik und Design der neuen Medien, der Unterhaltungsindustrie und der Mode – verweisen auf sein Werk.

Dates & Facts:
"best of Vasarely” (1908 – 1997), Collagen, Objekte und Skulpturen
Vernissage: Mittwoch, 24. März 2004, 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 25.03.-15.05.2004
Dienstag bis Freitag 11 – 19 Uhr, Samstag 10 – 13 Uhr

Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Wien:
A-1010 Wien, Freyung 4, Palais Kinsky
Tel: +43 (0)1 5339858
www.artmosphere.at
wien@artmosphere.at

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
Fleur-Christine Swoboda, MAS
Rudolf Budja Galerie / Artmosphere Galerien GmbH Austria
t: +43 (0)1 5339858
m: +43 (0)699 12195185
e: swoboda@artmosphere.at
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