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Press Release
Andres Serrano: The Normal and the Strange. Internationale Fotokunst bei Artmosphere Graz. Vernissage: 20. Februar 2003, 18.00 Uhr
2003-02-12
Artmosphere - pop>contemporary – Galerie am Opernring Graz, zeigt von 21. Februar bis 29. März 2003 Arbeiten des weltweit herausragenden Fotokünstlers Andres Serrano.
Nach der erfolgreichen Präsentation bei Artmosphere Wien im Sommer 2002 ist Serrano nun auch in der Grazer Artmosphere Galerie zu sehen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen großformatige Arbeiten aus den wichtigsten Projekten von 1987 bis 2001. Fast alle Werke sind aus Editionen von jeweils nur 7-10 Stück.
Serranos Bestreben ist es, die Grenzen der Akzeptierbarkeit auszuweiten. Umgesetzt mit verführerischer Hochglanztechnik wählt er Themen, die gemeinhin ignoriert oder in der Gesellschaft tabuisiert werden. Seine Fotografien waren daher immer Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen, obwohl er mit seiner Arbeit andere Ziele verfolgt, als nur zu schockieren.
1989 wurde Serrano schlagartig berühmt, als sein 1987 entstandenes Werk „Piss Christ“ (Darstellung des gekreuzigten Jesus in einem Gefäß mit Urin) einen kulturpolitischen Skandal in Amerika auslöste, dem eine hitzige Debatte über die Freiheit der Kunst und staatliche Subventionen folgte.
Die Faszination, die religiöse Symbole auf Serrano ausübten, seine ambivalente Beziehung zur Kirche („Heaven and Hell“, 1984) und sein metaphorischer und tief emotionaler Umgang mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Milch, Urin und Sperma bestimmen seine frühen Arbeiten. In „Body Fluids“ (1985 -1990) setzt Serrano in Close-Up Fotos diese Flüssigkeiten wie Farben ein, sie erinnern an monochrome Bilder oder Arbeiten des Abstrakten Expressionismus.
Die Spannung zwischen Direktheit der Fotografien und z. T. barocker Inszenierung seiner – immer provokanten - Themen wie Religion, Körper, Sex oder Tod ist charakteristisch für Serranos Arbeiten.
Immer wieder kehrt Serrano aber auch zur traditionellen Art der Portrait-Fotografie zurück (z. B. “Klan“, 1990 und „Church“, 1991), und zeigt Mitglieder des Ku Klux Clan oder Mönche und Nonnen wie Ikonen in ihrer typischen Kleidung vor monochromem Hintergrund.
In „Budapest“, 1994 und „The History of Sex”, 1997 zeigt er menschliche Sexualität in vielfältiger aber immer über alle sozialen Tabus hinaus gehender Form. Diese Arbeiten sind weitaus prosaischer in ihren Themen und ihrer Bildsprache, ähnlich der Hochglanz-Ästhetik moderner Medien.
Serrano ist in seinen Bemühungen, das „Normale im Ungewöhnlichen“ zu finden, kaum mit gängigen Maßstäben zu beurteilen, entzieht sich den traditionellen Vorstellungen von Schönheit und/oder Moral, spielt aber letztlich immer auch mit der voyeuristischen Neugier der Betrachter.
1995 widmete ihm das Museum of Contemporary Art in New York eine Einzelausstellung, Serrano ist mittlerweile in allen wichtigen Museen der Welt vertreten. Der Künstler lebt und arbeitet in New York.
Zur Ausstellung bei Artmosphere ist ein Katalog in Buchform erschienen.

Dates & Facts:
"The Normal in the Strange“ – Andres Serrano
bei Artmosphere Graz
21.02. – 29.03.2003
Dienstag bis Freitag 10.00-18.00 Uhr, Samstag 10.00-13.00 Uhr

Artmosphere Graz
Galerie am Opernring
A-8010 Graz, Opernring 22
Tel: +43 (0)316 814848
graz@artmosphere.at
Vernissage: 20.02.2003, 18.00 Uhr

Über artmosphere Galerien GmbH Austria:
www.artmosphere.at

Für weitere Presseinformationen & -termine kontaktieren Sie bitte:
Fleur-Christine Swoboda, MAS
Artmosphere Galerien GmbH Austria
t: +43 (0)1 5339858
m: +43 (0)699 12195185
e: swoboda@artmosphere.at
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